OpenEdu RLP
OpenEdu RLP ist eine Initiative zur Förderung offener Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER) an Hochschulen in Rheinland-Pfalz. [bitte prüfen: kurze Beschreibung der Gesamtinitiative, Fördergeber und Laufzeit ergänzen]
Der Fachbereich Informatik der Hochschule Worms beteiligt sich mit drei Teilprojekten:
- Rechnungswesen digital und spielerisch lernen
- ExGOER – Explorative OERs im Bereich Computergrafik und VR
- Prozessmanagement realitätsnah lehren und lernen
Jedes Teilprojekt entwickelt eigene offene Lehr- und Lernmaterialien und stellt sie im Rahmen von OpenEdu RLP allen Interessierten zur Verfügung.
Teilprojekt: Rechnungswesen digital und spielerisch lernen
Dieses Teilprojekt nimmt sich der Vorlesung „Einführung in das Rechnungswesen“ an. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Marie-Luise Sessler. Ziel ist es, die oft trockenen Themen des Rechnungswesens spielerisch zu vermitteln.
Die Kursteilnehmenden übernehmen dafür die Rolle neuer „Besitzerinnen und Besitzer“ einer Sushi-Bar. So lernen sie verschiedene Herausforderungen und Konzepte des Rechnungswesens interaktiv kennen.
Die Projektgruppe bereitet die Inhalte auf und veröffentlicht sie anschließend auf der Plattform OpenEdu-RLP. Dort stehen sie allen Interessierten offen zur Verfügung.
Studentische Mitarbeitende: Pascal Renner, Dennis Schaffner, Tim Wrobbel
Tutorin Rechnungswesen: Isabelle Obenauer
Teilprojekt: ExGOER – Explorative OERs im Bereich Computergrafik und VR
Interaktive Lernumgebungen bringen nachweislich Vorteile für die Lehre. Dieses Teilprojekt nutzt sie, um OER-Materialien (Open Educational Resources) für verschiedene Themen der Computergrafik zu entwickeln. Jede Lehreinheit verbindet dabei drei Komponenten:
- eine interaktive 3D-Webanwendung
- Vorlesungsfolien
- Quizfragen
Das Projektteam nennt diese Kombination „Exploratory-Grafik-OER“, kurz ExGOER. Sie entsteht für ausgewählte inhaltliche Überschneidungen zwischen acht Modulen der Hochschule Worms und der Hochschule Mainz. Die beteiligten Module decken ein breites Spektrum an Computergrafik-Themen ab, von den Grundlagen bis zu komplexen 3D-Transformationen und Rendering-Verfahren.
Teilprojekt: Prozessmanagement realitätsnah lehren und lernen
Tina Nett studiert Wirtschaftsinformatik und macht ein Praktikum im Geschäftsprozessmanagement bei der bureau4us GmbH. Dort lernt sie viele Abteilungen und Akteure eines typischen mittelständischen Unternehmens kennen. Sie erfährt, wie sich Effektivität und Effizienz dort steigern lassen.
Tina Nett und die fiktive bureau4us GmbH bilden den Rahmen für dieses Teilprojekt. Mit ihrer Hilfe bereitet das Projektteam komplexe Fragen des Prozessmanagements praktisch auf, in kleinen Lernschritten.
Prozessmanagement ist ein zentrales Thema der Wirtschaftsinformatik. Es bildet in Unternehmen und Verwaltungen das Rückgrat effizienter Abläufe. Studierende, die dieses Thema lernen, brauchen Feedback: Lassen sich ihre Modelle umsetzen? Welche Auswirkungen hätte das? Dieses Feedback geben ihnen Mitstudierende und Lehrende in Präsenzveranstaltungen.
In der Online-Lehre helfen Simulationen dabei: Sie ergänzen dieses Feedback und ersetzen es teilweise. Petri-Netze sind bislang die am besten erforschte formale Sprache, um dynamische Systeme und ihre Prozesse zu modellieren. Simulationen helfen Studierenden, solche Systeme besser zu verstehen.
Die Arbeitsgruppe GAPS entwickelt seit Jahren neue digitale Lernformate in diesem Themenfeld. Das passt zur Strategie der Hochschule Worms und des Fachbereichs Informatik. OpenEdu-RLP bietet nun die Möglichkeit, diese Ergebnisse weiterzuentwickeln und landesweit zugänglich zu machen.
Prof. Dr. Carlo Simon leitet das Projekt. Er bringt viel persönliche Erfahrung ein, ebenso sein Team. Zusätzlich fließen die Ergebnisse eines Design-Thinking-Workshops mit Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule ein.
So entstehen Selbstlernmaterialien mit motivierenden Gamification-Elementen, auf Deutsch und Englisch sowie nach den Gestaltungsregeln für Studierende mit Sehbeeinträchtigung.