Ein Schritt ins Universum

Heute wurde im CERN eine beinahe magische Grenze überschritten: Kollisionen mit 7 Tera-Elektronenvolt, eine Energie, die bis dahin noch kein Teilchenbeschleuniger der Welt erreicht hat. Mit den gesammelten Daten dieser Experimente sind die Wissenschaftler auf dem Weg zu den Geheimnissen unseres Universums einen großen Schritt voran gekommen.

Viel Vorarbeit war nötig, um diesen Schritt machen zu können. Im Zuge der Reparaturarbeiten am Teilchenbeschleuniger wurde auch die Intercomlayer Software, die das ZTT für das ALICE Experiment entwickelt, komplett überarbeitet. Der ursprüngliche Code stellte sich als unpraktikabel und fehleranfällig heraus, so dass das gesamte Steuerungsprogramm in Java reimplementiert wurde. Mit ständigem Testen und aufmerksamer Teamarbeit gelang es schließlich bis zur Wiederaufnahme der Experimente eine effiziente, robuste und anpassungsfähige Softwarelösung abzuliefern.

Nicht zuletzt dank dieser Arbeit konnte der heutige Tag am CERN zum Erfolg werden. Nachdem die laufenden Experimente genug Daten gesammelt haben, wird der LHC noch einmal heruntergefahren, um die Reparaturarbeiten zu vollenden und Kollisionen von bis zu 14 TeV zu erlauben, für die er ursprünglich ausgelegt war. Dann wird auch ALICE sich seinem Spezialgebiet widmen können: der Kollision von schweren Bleiionen.