Karriere mit Reisepass: Vom Assistenten zum International-Experten

Fotograf / Alexander Wachtel

Manche sammeln Briefmarken – Joachim Mayer sammelt internationale Erfahrungen. Und das schon ziemlich erfolgreich seit Ende der 90er.

1999 war das Jahr, in dem alles offiziell begann: Diplom in European Business Management an der Fachhochschule Worms – in der Tasche. Doch wer glaubt, damit sei es getan gewesen, unterschätzt den Drang von Joachim Mayer, über den Tellerrand hinauszuschauen. Dank ERASMUS+ ging es gleich für zwei Semester nach Rom an die Università degli Studi di Roma. Dolce Vita trifft interkulturelle Kompetenz – eine Kombination, die offensichtlich funktioniert hat.

Der Einstieg ins Berufsleben folgte 2001, ganz bodenständig als Assistent. Zunächst befristet – man wollte ja schauen, was da so kommt. Spoiler: Es kam einiges. Schon 2002 wurde die Stelle entfristet. Was folgte, war keine steile, sondern eher eine sehr solide und konsequente Karriereleiter – Stufe für Stufe nach oben. Mit Engagement, Fachwissen und einer guten Portion Ausdauer übernahm Joachim Mayer 2011 schließlich die Leitung des International Center an der Hochschule Worms. Ein Job wie gemacht für jemanden, der international denkt und organisiert.

Doch wer jetzt denkt, damit sei der Lernmodus ausgeschaltet, liegt daneben. 2003 setzte Joachim Mayer noch einen drauf und absolvierte berufsbegleitend einen MBA an der University of West Florida. Denn warum einfach nur arbeiten, wenn man nebenbei auch noch studieren kann? Außerdem engagiert er sich seit 2018 auch bei Fulbright Germany als Mitglied der Gutachterkommission. Dort entscheidet er mit, wer künftig selbst internationale Erfahrungen sammeln darf – quasi die nächste Generation an „Weltentdeckern“.

Fazit: Eine Karriere, die zeigt, dass man mit Neugier, Ausdauer und einer gewissen Offenheit für neue Kulturen ziemlich weit kommen kann – im wahrsten Sinne des Wortes.