Unterzeichnung der Zielvereinbarungen zum 25-Millionen-Programm für Hochschulen in Mainz
Rheinland-Pfalz setzt klare Akzente zur Zukunftssicherung durch Förderung der Wissenschaften 35 Millionen Euro jährlich sind im Landesetat dadurch frei geworden, dass der Bund die Finanzierung der Bundesausbildungsförderung (BAföG) alleine übernimmt. 25 Millionen Euro pro Jahr stellt das Land den Hochschulen als Erhöhung der Grundfinanzierung zur Verfügung, um die Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium im Land weiter zu verbessern. Wie die zusätzlichen Mittel konkret eingesetzt werden, ist in Zielvereinbarungen zwischen dem Land sowie den vier Universitäten und den sieben (Fach-)Hochschulen festgeschrieben. Der Aussage von Malu Dreyer, dass dieser Tag ein erneuter Beleg dafür sei, dass Bildung und Wissenschaft für die Landesregierung höchste Priorität habe, schloss sich Prof. Dr. Jens Hermsdorf, stellvertretender Vorsitzende der LHPK, an und ergänzte, dass er die Initiative des Landes außerordentlich begrüße. Sie setze klare Priorität auf die Stärkung der Lehre. „Das Vorgehen des Landes ermöglicht den Fachhochschulen, als Hochschulen der Region, innovative Akzente zu setzen und zunächst befristeten Projekten eine langfristige Perspektive zu geben. Die finanzielle und personelle Planungssicherheit unterstützt den verlässlichen Ausbau der Forschungsaktivitäten und stärkt die Lehre.“ Hochschule Worms setzt Schwerpunkte in die Entwicklung der individuellen Stärken Die Zielvereinbarungen für die Hochschule Worms konzentrieren sich auf den konsequenten Ausbau ihrer Stärken. Ganz konkret bedeutet dies die Weiterentwicklung des Lehr- und Forschungsstandorts Worms. Durch den Aufbau neuer interdisziplinärer Lehr- und Forschungsgebiete können innovative Wissenschaftsbereiche erschlossen werden. Beispielhaft sind hier die Schnittstellen Informatik und Touristik für die Thematik Travel Technologie und Informatik und Handelsmanagement für die Thematik Mobile Security hervorzuheben. Des Weiteren gilt besonderes Augenmerk dem Thema Wirtschaftsethik, das fachübergreifend an der Hochschule verstetigt werden soll, um die immer differenzierter werdenden gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen in einen ethischen Sinnbezug zu stellen. Ausbau der Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten Die kontinuierliche Verbesserung der Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die Studierenden, ist ein weiteres Anliegen. Die Ausweitung dualer Studienprogramme sowie der kontinuierliche Anstieg der Kooperationen, erfordern erweiterte Beratungs- und Koordinierungsangebote seitens der Hochschule, um den Studierenden nicht nur gute Startmöglichkeiten, sondern auch eine ideale Begleitung im Studium und beim Übergang vom Studium in den Beruf zu bieten. Die logisch konsequente Entwicklung für eine gelingende Umsetzung von neuen Aufgaben, bei ansteigenden Herausforderungen und Innovationen, kann nur die Schaffung guter Beschäftigungsbedingungen sein. Daher ist es das Anliegen der Hochschule Worms Rahmenbedingungen zu schaffen, um gutes Personal langfristig an die Hochschule binden zu können. „Den (Fach-)Hochschulen wird ihre spezifische Profilbildung erleichtert. Die Weiterentwicklung der eigenen Schwerpunkte, unter Berücksichtigung regionaler Spezifika, bringt die Projektvielfalt hervor, die Rheinland-Pfalz als attraktiven Studienstandort kennzeichnet. Diese Initiative stellt aber auch das notwendige Gleichgewicht zwischen befristeten und unbefristeten Stellen her. Die wachsende Digitalisierung, die Weiterentwicklung gesellschaftlich gewünschter differenzierter Angebote für eine heterogene Studierendenschaft und langfristig steigende Studierendenzahlen, stellen die Hochschulen aber auch künftig vor neue Herausforderungen,“ erklärt Präsident Jens Hermsdorf.