Zukunft gestalten: Der Weg der Hochschule Worms zu modernen Lernräumen und innovativer Lehre
Am 15. Juli 2024 luden die Mitarbeiterinnen des EMPOWER New Work Experimentierraum-Projekts Vertreter aus Lehre und Verwaltung der Hochschule Worms ein, um eine Vision für den Lernraum 2040 zu entwickeln. Hier ein Einblick in die wesentlichen Erkenntnisse und Entwicklungen des Workshops.
Der Status Quo: Bestandsaufnahme an der Hochschule Worms
Eine strukturierte Dokumentation der Räumlichkeiten der Hochschule Worms diente als Grundlage, um zu verstehen, welche Lernsettings und didaktischen Ansätze derzeit in den Räumen möglich sind, wie flexibel sie genutzt werden können und ob sie den Bedürfnissen der Studierenden gerecht werden. Ein exemplarisches Ergebnis dieser Dokumentation zeigt, dass 76% aller Räume an der Hochschule ausschließlich starre & feste Plätze, aber auch 22% der Räume bereits das Potential für eine flexible Nutzung haben.
"Wir wollten herausfinden, welche Lernsettings und didaktischen Methoden in den Räumen möglich sind, wie flexibel diese genutzt werden können und ob die Studierenden sie eigenständig als Lernräume verwenden können," erläutert ein Mitglied des Projektteams.
Experteninterviews
Ein weiterer wichtiger Input waren Experteninterviews, die sich an den Fragen orientierten, was heute und in Zukunft gute Lehre auszeichnet und wie passende Lernräume dafür aussehen sollten. Dank der Unterstützung der Kanzlerin, der Vize-Präsidenten und der Dekane konnten wertvolle Einsichten gewonnen werden.
Inspirationen
Zu Beginn des Workshops wurden inspirierende Beispiele von anderen Hochschulen und Institutionen präsentiert, die innovative Ansätze zur Gestaltung von Lernräumen und Lehrmethoden verfolgen. Diese Beispiele sollten als Anregung dienen und zeigten auf, welche Möglichkeiten es gibt, Lernräume flexibler, attraktiver und zeitgemäßer zu gestalten, um auf verschiedene didaktische Anforderungen und Lernbedarfe eingehen zu können.
Das Vision Statement: Ein gemeinsames Ziel
Der Höhepunkt des Workshops war die Entwicklung eines gemeinsamen Vision Statements. In intensiven Diskussionen und kreativen Arbeitsgruppen wurde eine gemeinsame Vision erarbeitet, die als Hochschule vereinen und Kräfte bündeln soll.
"Der Workshop bot spannende Einblicke, die uns helfen, unsere Hochschule zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln. Außerdem war der Austausch dahingehend besonders wertvoll, um zu verstehen, wie wir unsere Lernräume modern und flexibel gestalten können. Die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Studierenden ist ein entscheidender Schritt, um eine attraktive und zeitgemäße Lernumgebung zu schaffen," resümierte Michael Müller, Leiter des Zentrums für Qualitätsmanagement, anschließend.
Der Weg nach vorn: Umsetzung und Weiterentwicklung
Mit dem entwickelten Vision Statement ist eine klare Richtung eingeschlagen. Nun geht es darum, die im Workshop erarbeiteten Ideen und Meilensteine in die Praxis umzusetzen. Dazu werden weitere Workshops und Arbeitsgruppen folgen, in denen eine Roadmap mit konkreten Maßnahmen definiert und umgesetzt wird.
Abschließend sei allen Beteiligten gedankt, die diesen ersten Workshop zu einem Erfolg gemacht haben.
Unser Vision Statement Lernraum 2040
Im Jahr 2040 wird unsere Hochschule ein zukunftsweisender Ort sein, an dem Austausch und Begegnung sowie Gewinnung, Vermittlung und Transfer von Wissen und Technologie stattfinden. Die Kompetenzentwicklung in den Schwerpunktgebieten Wirtschaft, Tourismus/Verkehrswesen und Informatik wird ergänzt durch den Erwerb von Zukunftskompetenzen. So befähigen wir unsere Lernenden, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Lernen, Lehren, Forschen und Handeln orientieren sich dabei an unserem Nachhaltigkeitsverständnis.
Wir haben die sich wandelnden Anforderungen von Arbeitsmarkt und Gesellschaft an uns und unsere Studierenden stets im Blick und reflektieren kontinuierlich unser Tun. Alle Hochschulmitglieder sind motiviert und befähigt, eigenverantwortlich, aktiv und lösungsorientiert zu handeln. So ermöglichen wir motivierendes Lehren, Lernen und Forschen und berücksichtigen dabei die Bedürfnisse aller Beteiligten, koordinieren relevante Netzwerke und erkennen Potenziale. Im Ergebnis entwickeln und unterbreiten wir so zeitgemäße Lernangebote, die unsere Lernenden bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten.
Die Gestaltung und Verknüpfung realer und virtueller Lernräume wirkt sinn- und mehrwertstiftend auf den jeweiligen Lernmoment. In dieser flexiblen und multifunktionalen Diskursumgebung werden gegenseitige Wertschätzung und gemeinsame Entwicklung gelebt. Das reale Miteinander fördern wir durch Einbettung in einen naturnah gestalteten Campus.