Studierende erhalten eindrucksvolle Einblicke in das Lufthansa IOCC

Eine Exkursion zum Lufthansa Integrated Operations Control Center ermöglichte Studierenden der Hochschule Worms ein unmittelbares Verständnis für komplexe operative Entscheidungsprozesse im Luftverkehr. Anhand eines realen Szenarios wurde deutlich, wie anspruchsvoll das Management internationaler Flugverbindungen sein kann.

Exkursion zum IOCC. Foto / Hochschule Worms

Seit vielen Jahren gehört es zur gelebten Tradition des Fachbereichs, einmal im Semester mit einer Gruppe Studierender das Lufthansa Integrated Operations Control Center zu besuchen. Auch in diesem Semester bot die Exkursion wertvolle Einblicke in die operative Steuerung des Flugbetriebs. Im Mittelpunkt stand ein reales Ereignis in Südafrika, bei dem ein Brand in einer Raffinerie zu einer mehrtägigen Treibstoffrationierung führte. Für die Lufthansa ergab sich daraus die Herausforderung, Flüge weiterhin zuverlässig durchführen zu können und gleichzeitig alle Passagiere an ihre Zielorte zu bringen. 

Die Studierenden befassten sich mit den verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, die in solchen Situationen geprüft und kombiniert werden. Dazu gehören die Anpassung von Flugfrequenzen, die Planung zusätzlicher Zwischenstopps zum Nachtanken, der Tausch von Fluggerät sowie gezielte Gewichtsreduzierungen durch eine Verringerung der beförderten Nutzlast. Besonders interessant war die Erkenntnis, dass in der Realität meist erst eine klug abgestimmte Kombination mehrerer Maßnahmen zum optimalen Ergebnis führt. Zusätzlich zu dieser Fallstudie erhielten die Teilnehmenden Einblicke in weitere zentrale Bereiche des IOCC, wie dem Ablauf rund um den Check-in der Crew, dem anschließenden Briefing sowie die umfangreiche Koordination des Flugbetriebs, die bei Störungen notwendig ist. Die Exkursion verdeutlichte eindrucksvoll, wie zeitkritisch und anspruchsvoll das operative Management einer Airline gestaltet ist und wie eng alle Prozesse miteinander verzahnt sind.

Der Fachbereich bedankt sich herzlich bei Pamela Wlach-Frey und Torsten Becher, die diesen lehrreichen Besuch erneut ermöglicht haben.