ALICE

Kommunikationssoftware für das Großforschungsprojekt ALICE am CERN in Genf

Wenn man mehr über die Entstehung des Universums wissen möchte, muss man die Situation kurz nach dem Urknall nachstellen. Um dies zu realisieren, wurde am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) ein unterirdischer Tunnelring mit einem Umfang von 27 km errichtet.

Seit 1954 versuchen Physiker des CERN die "Struktur allen Seins" in ihren kleinsten Ausmaßen zu entschlüsseln. ALICE (A Large Ion Collider Experiment) ist einer von vielen Detektoren des am CERN entwickelten Hadronenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider). Dieser Detektor ist optimiert für die Kollision von Schwerionen.

Die Aufgabe des ZTT bestand darin, eine Software für die Detektoren zu entwickeln. Diese Software ist in der Lage, sämtliche Apparaturen auf ihre Funktionsfähigkeit zu überwachen und gleichzeitig ein hohes Maß an Stabilität und Sicherheit zu garantieren. Die Daten müssen an diejenigen weitergegeben werden, die das Experiment steuern, damit im Zweifelsfall sofort Maßnahmen zur Sicherung des Experiments ergriffen werden können. Darüber hinaus muss die Software ohne jede Wartung über Jahre hinweg laufen und Störungen - etwa durch Strahlung - abfangen können.

Das ZTT entwickelte in enger Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Dieter Röhrich (Universität Bergen, Norwegen) und Prof. Dr. Volker Lindenstruth (Kirchhoff Institut für Physik, Heidelberg) die Kommunikationssoftware für das CERN-Projekt.

Der Beitrag des ZTT am CERN-Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das ZTT ist seit März 2003 Vollmitglied am CERN in Genf.

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