Wissenschaft trifft Praxis im Weintourismus

Fachkonferenz zu Weintourismus fand mit der Hochschule Worms einen mehr als passenden Veranstaltungsort

Die Referenten des ersten Veranstaltungstags (v.l.n.r.): Prof. Dr. Julia E. Beelitz (Hochschule Worms), Prof. Dr. Martin Hirche (Hochschule Harz), Bärbel Ellwanger (Mosellandtouristik GmbH), Prof. Dr. Jens Rüdiger (IU Internationale Hochschule), Ellen Maria Kneib (Rheinhessen Touristik GmbH), Bernd Wechsler (Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinhessen Nahe-Hunsrück), Louisa Silberbach (Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinhessen Nahe-Hunsrück), Mara Braun (Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau), Prof. Dr. Axel Dreyer (Hochschule Harz), Petra Wagner (my winelands Sebastian Ernst & Petra Wagner Gbr.), Bärbel Drouvis (Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH), Laura Liebegut (Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau), Prof. Dr. Nico Stengel (Hochschule Kempten), Prof. Dr. Knut Scherhag (Hochschule Worms)

Ende April veranstaltete der Fachbereich Touristik/Verkehrswesen in enger Zusammenarbeit mit der Kommission Weintourismus und Kulinarik der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft die 7. Culinary and Wine Tourism Conference an der Hochschule Worms. Im Fokus der Veranstaltung stand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen zu Kulinarik und Weintourismus. Die Veranstaltung wurde von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH unterstützt.

Die Konferenz bot den Teilnehmenden aus der Praxis wertvolle Impulse für ihre Arbeit. Die vielfältigen Programmpunkte erhielten jedoch nicht nur von ihnen durchweg positiven Zuspruch. Auch Studierende der Hochschule Worms und der iu Internationale Hochschule (Studienort Mannheim) nutzten die Gelegenheit, um praxisnahe Einblicke in das spannende Special-Interest-Feld im regionalen Tourismus zu gewinnen und den wissenschaftlichen Austausch zu erleben.

Auch die Politik zeigte Interesse: Andy Becht, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort und betonte die Bedeutung des Weintourismus für das Bundesland.

Am ersten Konferenztag standen Impulsvorträge und Praxisbeispiele zu zentralen Themen im Fokus. So wurden unter anderem die Rolle von Vinotheken als zentrale Anlaufstellen im Weintourismus, die Bedeutung kooperativer Netzwerke für die Positionierung von Destinationen sowie Marketingstrategien für kulinarische Angebote diskutiert. Am Nachmittag lag der Schwerpunkt auf der Kundenansprache, etwa durch Social Media oder innovative Vertriebswege wie Lebensmittelautomaten. Praxisbeispiele aus Rheinland-Pfalz und anderen Regionen zeigten, wie kooperative Zusammenarbeit den Weintourismus stärken kann.

Der zweite Tag widmete sich internationalen Perspektiven. Vorträge zu Weintourismus in Armenien, Japan und Irland boten Einblicke in globale Entwicklungen. Zudem wurden Special-Interest-Themen wie Weinwanderungen, Flusskreuzfahrten und die Verbindung von Kulinarik mit Motorradtourismus behandelt.

Das Rahmenprogramm ergänzte die Veranstaltung und bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, die Region näher kennenzulernen. Neben dem Besuch eines regionalen Weinguts stellte auch die gemeinsame Teilnahme an der Wormser Weinmeile ein besonderes Highlight dar.

Die 8. Culinary and Wine Tourism Conference wird voraussichtlich in 2028 stattfinden. Eine Publikation mit den Beiträgen der Referentinnen und Referenten ist in Vorbereitung.