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Nachwuchsforschung mit Relevanz: Hochschule Worms fördert Talente mit Zukunft

Drei Fachbereiche, drei Talente und zukunftsweisende Themen zwischen Gesellschaft, Technologie und Praxis.

: Nachwuchsförderung ist gezielte Investition in die Zukunft. V.li.: Knut Scherhag, Emma Disselnmeyer, Manuel Lofski und Alexander Wiebel. Fotografin / Dorothea Hoppe-Dörwald

Wie lassen sich die sozioökonomischen Folgen des Sextourismus in Westafrika wissenschaftlich erfassen? Und wie können virtuelle Menschen in der Virtual Reality so reagieren, dass Interaktionen realistisch und glaubwürdig wirken? Der akademische Nachwuchs an der Hochschule Worms arbeitet an Themen, die wissenschaftlich anspruchsvoll und gesellschaftlich hochrelevant sind. Mit ihren Promotionsvorhaben leisten die Nachwuchswissenschaftler: innen wichtige Beiträge an der Schnittstelle von Forschung und Praxis.

Im Rahmen des Projekts „Prof.In Worms“ aus dem Bund-Länder-Förderprogramm FH-Personal werden an der Hochschule Worms drei Nachwuchstalente gefördert – jeweils eines aus jedem Fachbereich. Ziel des Projekts ist es, wissenschaftliche Qualifizierung, anwendungsnahe Forschung und die gezielte Entwicklung professoralen Nachwuchses an Hochschulen für angewandte Wissenschaften miteinander zu verbinden.

Die Promotionskandidat: innen bringen dafür beste Voraussetzungen mit: Sie verfügen bereits über mindestens drei Jahre einschlägige Berufserfahrung und haben ihre Eignung in einem kompetitiven Auswahlverfahren unter Beweis gestellt. Damit stehen sie exemplarisch für ein neues Profil wissenschaftlicher Karrieren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften – praxisnah, forschungsstark und gesellschaftlich relevant.

Ein Beispiel dafür ist das Promotionsvorhaben von Emma Disselnmeyer aus dem Fachbereich Touristik/Verkehrswesen, das von Prof. Dr. Knut Scherhag betreut wird. Sie untersucht die sozioökonomischen Wirkungen von Sextourismus in Westafrika und nimmt damit ein Thema in den Blick, das trotz seiner globalen Relevanz bislang nur unzureichend wissenschaftlich analysiert wurde. Ziel ihrer Forschung ist es, unterschiedliche Muster des Sextourismus sichtbar zu machen und evidenzbasierte Governance-Strategien abzuleiten.

Das Promotionsprojekt von Manuel Lofski aus dem Fachbereich Informatik, das von Prof. Dr. Alexander Wiebel betreut wird, widmet sich der Frage, wie virtuelle Menschen auf Berührungen, Ziehen, Drücken oder Festhalten so reagieren können, dass Interaktionen in der Virtual Reality realistisch und glaubwürdig wirken. Ziel der Forschung ist die Entwicklung eines virtuellen Charakters, der physisch plausibel und menschenähnlich auf Eingriffe reagiert. Daraus ergeben sich Perspektiven für immersive Trainingsanwendungen, etwa in der Medizin, bei Sicherheitsbehörden oder im Sport.

Mit „Prof.In Worms“ investiert die Hochschule Worms gezielt in die Zukunft der angewandten Forschung. Das Projekt schafft Raum für wissenschaftliche Exzellenz, eröffnet neue Karrierewege und stärkt die Hochschule als Ort innovativer Forschung und akademischer Entwicklung.

Ein weiteres gefördertes Promotionsvorhaben aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften wird die Hochschule Worms zu einem späteren Zeitpunkt gesondert vorstellen.